Rassistische Beleidigung kann zur fristlosen Kündigung führen

 

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Ein bereits einschlägig abgemahnter Arbeitnehmer beleidigt einen Kollegen mit dunkler Hautfarbe in Anwesenheit mehrerer Kollegen durch den Ausstoß von Affenlauten. Und dies kann ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 Abs. 1 BGB sein.

 

So hat das Landesarbeitsgericht Köln in seiner Entscheidung vom 06.06.19, 4 Sa 18/19, ausgeführt: Eine Beharrlichkeit des Pflichtverstoßes und damit eine nachhaltig negative Verhaltensprognose sei begründet. Und dies insbesondere, wenn nach Einschaltung der AGG*-Beschwerdestelle der Beleidigende sich in der Anhörung durch den Arbeitgeber uneinsichtig zeigt. Er äußerte, sein Verhalten habe „der Auflockerung der Gesprächsatmosphäre” gedient und gehöre zum „gepflegten Umgang“.

 

*AGG: Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

 

Abgedruckt in IWW AA Arbeitsrecht aktiv, Heft 03/2020, S. 38

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