Trennung – Was nun?

Rechtsfragen zu Trennung, Scheidung, Unterhalt, Zugewinn und weitere Fragen zum Familienrecht:

Es kommt zur Trennung. Dann geht es um die Regelung der Trennungsfolgen. Zu klären ist beispielsweise der Unterhalt, die künftige Wohnsituation, evtl. das Umgangs- oder Sorgerecht,  die Berechnung des Zugewinns oder der Unterhalt.

Anzustreben ist eine einvernehmliche Regelung, mit der beide Ehegatten leben können. Die Ehegatten verhandeln miteinander und halten das Ergebnis in einer Trennungsfolgen- bzw. Scheidungsvereinbarung fest. Der beauftragte Rechtsanwalt kann solche Vereinbarungen fertigen.

Eine gerichtliche Regelung muss erfolgen, wenn eine Einigung zwischen den Ehegatten nicht zu erreichen ist.

Dem wirtschaftlich schwächeren Ehegatten steht unter gewissen Voraussetzungen Ehegattenunterhalt zu. Dieser Unterhalt richtet sich nach den ehelichen Lebensverhältnissen. 

Gattenunterhalt kann nicht nur während der Trennungszeit verlangt waren, sondern in bestimmten Fällen auch für die Zeit nach der Scheidung.

Sofern Kinder vorhanden sind, hat der betreuende Elternteil einen Anspruch auf Kindesunterhalt. Dieser richtet sich nach der Düsseldorfer Tabelle. 

 

Von besonderer Bedeutung ist die Auseinandersetzung des Vermögens.

Hier stellt sich zunächst die Frage nach dem Güterstand der Ehegatten. Haben die Ehegatten keinen Ehevertrag geschlossen, gilt das Gesetz. Der gesetzliche Güterstand ist die Zugewinngemeinschaft.

Die Bezeichnung “Zugewinngemeinschaft” ist deshalb etwas irreführend, da man davon ausgehen könnte, dass es gemeinschaftliches Vermögen gibt. Auch in der Zugewinngemeinschaft bleibt jedoch jeder Ehegatte alleiniger Inhaber seines eigenen Vermögens. Jeder verwaltet dieses selbstständig und in eigener Verantwortung. Das in der Ehe  erwirtschaftete Vermögen gilt als von beiden Gatten verdient

Vermögen, das während der Ehe wurde, wird als von beiden Ehegatten gleichermaßen verdient angesehen. Das bedeutet, dass während der Ehe erzielter Zugewinn am Ende der Ehe ausgeglichen wird. 

 

Beachte:

Ein Ehegatte, der glaubt, gegen den anderen einen Anspruch zu haben, muss diesen geltend machen. Hierüber wird im Scheidungsverfahren nicht automatisch entschieden.

Viele Betroffene gehen davon aus, dass das Gericht im Scheidungsverfahren alle Probleme, die sich im Zusammenhang mit der Scheidung stellen, abschließend lösen würde. Das Gericht spricht in einem Scheidungsverfahren lediglich die Scheidung der Ehe aus und regelt den Versorgungsausgleich. Die während der Ehe erwirtschafteten Rentenanwartschaften werden hierbei ausgeglichen.

Alle weiteren Rechtssachen werden jedoch nicht automatisch durch das Gericht geregelt. Das Gericht nimmt eine Regelung nur dann vor, wenn dies von einem Ehegatten beantragt wird. 

Insofern muss der Ehegatte, der glaubt, einen Anspruch gegen den anderen Ehegatten zu haben, aktiv werden.

 

Für eine Beratung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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